Gehalt

Gehalt

Das Gehalt einer fertig ausgebildeten Bürokauffrau ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zu berücksichtigen ist vor allem die Branche, in der die Tätigkeit ausgeübt wird.

Tarifentlohnung

So sind die Unternehmen in manchen Branchen beispielsweise zur Zahlung eines Tarifgehaltes verpflichtet. Einen Tarifvertrag speziell für Bürokaufleute gibt es jedoch nicht, sodass die Bruttogehälter Branchen-abhängig sehr variieren.

Während kaufmännische Angestellte in der Industrie mit am meisten verdienen, sind die Gehälter im Dienstleistungs- und Handelsbereich eher etwas geringer.

Mit der Berufserfahrung steigt auch das Gehalt

Neben der Branche ist auch noch die Anzahl der Berufsjahre ausschlaggebend für die Höhe des Bruttogehaltes. Mit steigender Berufserfahrung steigt auch das Einkommen. Eine weitere Rolle spielt außerdem die Art und Wichtigkeit der ausgeübten Tätigkeit.

Aktuelle Bürokauffrau Gehälter

Das derzeitige Gehalt einer Bürokauffrau variiert zwischen 1.300,00 Euro beispielsweise im Handwerk und 2.500,00 Euro in der Industrie. Immer mehr Bürokaufleute entscheiden sich für eine gezielte Weiterbildung, um ihr Gehalt deutlich aufzubessern und interessanteren Aufgabengebieten nachgehen zu können. Sehr beliebt ist hier die Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter.

In der Gehaltstabelle sehen Sie, was eine Bürokauffrau in den einzelnen Branchen verdienen kann. (Bruttogehälter)

Branche

Gehalt Bürokauffrau

Agentur 1.700 – 2.113
Anlagenbau 1.371 – 1.950
Automobil 1.515 – 2.340
Banken 1.583 – 2.500
Deutsche Telekom AG 1.751 – 2.438
Druckindustrie 1.677 – 2.397
Einzelhandel 1.633 – 2.200
Land- und Forstwirtschaft 1.267 – 1.613
Marketing/Werbung 1.892 – 2.100
Medien 1.250 – 1.660
Öffentlicher Dienst, Ost 1.396 – 1.587
Öffentlicher Dienst, West 1.509 – 1.715
Süßwarenindustrie 1.888 – 2.075
Tourismus 1.400 – 1.878
Verkehrsgewerbe 1.440 – 1.898
Versicherungen 1.675 – 1.865

Diese Tabelle bezieht sich überwiegend auf die alten Bundesländer. In den neuen Bundesländern liegen die Bruttogehälter etwas unter den oben Angegebenen.

Persönliche Fähigkeiten

Wie schon oben erwähnt sind dieses nur Richtwerte. Zudem kommt es bei der Gehaltsfindung auf den Arbeitgeber und die Region an. Persönliche Fähigkeiten spielen auch eine immer größer werdende Rolle.

Dazu zählen:

– Abschlussnote
– sonstige besondere Fähigkeiten
– ländlich – städtisch?
– Größe des Arbeitgebers
– Branche
– Soft Skills

Als junger Berufsanfänger verdienen Sie natürlich weniger als ein Vollprofi, der seit zwanzig Jahren im Betrieb ist und schon diverse Weiterbildungen hinter sich hat.

Mehr Gehalt durch Weiterbildung

Viele kaufmännische Angestellte entscheiden sich nach der Ausbildung zur Bürokauffrau bzw. zum Bürokaufmann für eine Weiterbildung zum Betriebswirt oder Fachwirten. Zudem gibt es auch die Möglichkeit ein Fernstudium zu absolvieren und sich so für eine höhere Gehaltsgruppe zu qualifizieren. Informieren Sie sich hier über die vielfältigen Möglichkeiten der Weiterbildung.

Die Gehaltsverhandlung

Zu den persönlichen Fähigkeiten spielen Ihre Kenntnisse bei Gehaltsverhandlungen eine entscheidende Rolle! Informieren sich im Internet über Tipps und Tricks zum Thema Gehaltsverhandlung. Es gibt hierzu sehr viele Quellen, die ausführliche und sehr gute Informationen dazu bieten. Aus diesem Grund haben wir diese hier nicht aufgenommen.

Gehen Sie keinesfalls unvorbereitet in eine Gehaltsverhandlung hinein!

Vermögenswirksame Leistungen und Weihnachtsgeld

Ein gesetzlicher Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen oder Weihnachtsgeld besteht nicht.

  • Beschäftigte, deren Anspruch in einem Tarifvertrag oder in ihrem Arbeitsvertrag festgelegt wurde – das ist der größte Teil der berufstätigen – haben auf jeden Fall Anspruch auf Weihnachtsgeld.
  • Bei anderen Arbeitsverhältnissen muss der Arbeitgeber den Vorbehalt einer freiwilligen Zahlung machen, wenn er verhindern will, dass ein Arbeitnehmer im Jahr nach der letzten Zahlung einen Rechtsanspruch auf Weihnachtsgeld geltend macht. Zahlt er dreimal hintereinander Weihnachtsgeld ohne den Vorbehalt der Freiwilligkeit, erwirbt der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch. Die Arbeitgeber haben Weihnachtsgratifikationen stets als eine Belohnung für treue Dienste in der Vergangenheit verstanden. Gleichzeitig können sie einen Arbeitnehmer an den Betrieb binden, denn die freiwillig gezahlte Weihnachtsgratifikation kann mit einer Rückzahlungsverpflichtung für den Fall verbunden werden, dass ein Arbeitnehmer vor einem bestimmten Termin des folgenden Kalenderjahres ausscheidet.

Weihnachtsgratifikationen bis zu 100 € können keine besondere Betriebsbindung und keine Rückzahlungspflicht bewirken. Weihnachtsgratifikationen bis zu einem Monatsgehalt bewirken die Bindung der Arbeitnehmer wenigstens bis zum 31. März des folgenden Jahres. Weihnachtsgratifikationen über einem Monatsgehalt können eine längerfristige Treuepflicht begründen.

Für Krankheitsmonate nach Ablauf der Lohnfortzahlung besteht kein Anspruch auf Weihnachtsgeld. Das gilt nach geltendem Recht auch für Schwangere. Eine Angestellte der Caritas, die arbeitsunfähig erkrankt war, hatte gegen die Kürzung des Weihnachtsgeldes geklagt, weil Frauen durch die Möglichkeit der Schwangerschaft ein erhöhtes Krankheitsrisiko hätten. Das sei nicht bewiesen, befanden die Richter.

Auch bei Kündigung durch den Arbeitgeber muss das Weihnachtsgeld auf dessen Verlangen zurückgezahlt werden (oder wird gar nicht erst gezahlt), sogar wenn der Anspruch ausdrücklich im Vertrag steht. Die Arbeitnehmer können sich gegen den Verlust nur dann erfolgreich wehren, wenn sie nachweisen, dass der Arbeitgeber hauptsächlich deshalb kündigte, um nicht zahlen zu müssen. Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Betriebs kann das Weihnachtsgeld gekürzt werden, ein vorhandener Betriebsrat muss aber zustimmen. Die einseitige Kündigung der Betriebsvereinbarung durch den Arbeitgeber, um dann das Weihnachtsgeld der Beschäftigten zu mindern, ist nicht zulässig.