Lernen für die Prüfung

IHK Prüfung Bürokauffrau / Bürokaufmann

Alle Prüfungen, sowohl die Zwischenprüfung als auch die Abschlussprüfung, werden von den zuständigen Prüfungsausschüssen der IHK durchgeführt.

Das Berufsbildungsgesetz kennt zwei Arten von Prüfungen:

Die Zwischenprüfung zur Bürokauffrau dient der Feststellung des aktuellen Ausbildungsstands. Hier soll der Azubi auf seine (eventuellen) Schwächen hingewisen werden. Auch der Ausbildungsbetrieb soll sich ein Bild davon machen können, ob die Ausbildung erfolgreich verläuft.

In der Bürokauffrau Abschlussprüfung muss der Auszubildende dann beweisen, ob er alle wichtigen Fähigkeiten und Kenntisse für den Beruf besitzt. Eine geziele Vorbereitung auf die Prüfung ist unumgänglich.

Durchgeführt werden die Prüfungen von der IHK. Ihre Prüfungsausschüsse nehmen die Prüfungen ab.

Zwischenprüfung als Testlauf

Die Zwischenprüfung ist ein Testlauf. Hierbei soll der Ausbildungsstand ermittelt werden, damit etwaige Lücken noch rechtzeitig bis zur Abschlussprüfung geschlossen werden können. Es liegt also im ureigenen Interesse des Auszubildenden, an der Zwischenprüfung teilzunehmen. Wer nicht daran teilnimmt, kann zur Abschlussprüfung nicht zugelassen werden.

Abschlussprüfung zeigt Qualifikation

Die Abschlussprüfung ist der Ernstfall. Hier soll bewiesen werden, dass der Auszubildende am Ende seiner Ausbildung die Gesamtqualifikation für den erlernten Beruf erworben hat.

Die Prüfungsausschüsse müssen feststellen, ob der Prüfling die

  • erforderlichen Fertigkeiten beherrscht,
  • die notwendigen praktischen und theoretischen Kenntnisse besitzt und
  • mit dem ihm im Berufsschulunterricht vermittelten, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist.

Auszubildende, die überdurchschnittliche Leistungen in Schule und Betrieb erzielt haben, können auch schon zu einem früheren Prüfungstermin, als im Vertrag vorgesehen, zur Abschlussprüfung zugelassen werden. Diese vorzeitige Zulassung kann auch der Auszubildende selbst bei der IHK beantragen.

Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung ist die Ausbildung zu Ende. Über das Ergebnis der Prüfung stellt die IHK dem Auszubildenden ein Zeugnis aus.

Wiederholung der Abschlussprüfung

Wer die Abschlussprüfung beim ersten Anlauf nicht schafft, braucht nicht zu verzagen, denn er kann die Abschlussprüfung zweimal wiederholen.
Auszubildende, die die Abschlussprüfung nicht bestanden haben, können vom Betrieb die Fortsetzung der Ausbildung verlangen, und zwar bis zur nächstmöglichen Wiederholprüfung, höchstens jedoch um ein Jahr.

Freistellung zur Prüfung

Der Ausbildende hat den Auszubildenden für die Teilnahme am Berufsschulunterricht, an den Prüfungen und für Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte freizustellen (BBiG § 7).

Es muss sich dabei allerdings um eine verbindliche Schulveranstaltung handeln, die lt. § 9 Jugendarbeitsschutzgesetz auf die betriebliche Arbeitszeit angerechnet werden kann. Die Ausbildungsvergütung ist für die Zeit der Freistellung fortzuzahlen.

Jugendliche unter 18 Jahren sind an dem Tag, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorausgeht, vom Arbeitgeber freizustellen. (Erwachsene Auszubildende haben keinen Anspruch auf eine solche Freistellung.) Eine Freistellung gibt es nur vor dem schriftlichen Teil der Abschlussprüfung, nicht auch vor anderen Prüfungsteilen, z. B. vor der Zwischenprüfung oder der mündlichen Prüfung.

Tipp zur Prüfungsvorbereitung

Auf der e-learning-Plattform Lernen4u.de können sich Bürokaufleute online auf Ihre Abschlussprüfung vorbereiten.

Zu jedem der 3 schriftlichen Prüfungsbereiche – Bürowirtschaft, Rechnungswesen und Wirtschafts- und Sozialkunde – gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben. Sofort nach der Bearbeitung der Aufgaben erhalten die Auszubildenden jeweils eine Musterlösung mit ausführlichen Erläuterungen.

Alle Aufgaben wurden von Lehrern erstellt, die bei Rückfragen in Prüfungsbereichsforen helfend zur Seite stehen.